Zukunftssymposium Oberösterreich

Am 19.11.19 war im Linzer Musiktheater das Zukunftssymposium des Landes OÖ. Die oberösterreichische Zukunftsakademie lud ein, um darüber zu sprechen, welche Zukunft wir wollen.

Gestartet wurde mit den obligatorischen Ansprachen bzw. Interviews veranstaltender und verantwortlich zeichnender Akteure. Aufgepeppt wurde das Ganze durch ein bekanntes lokales Moderatorenduo. Beziehungsweise eigentlich müsste man sagen Trio, denn mit an Board war auch eine virtuelle Moderatorin namens Leonie - ein Avatar programmiert von der HTL Leonding.

Es folgten relativ lange Vorträge, die verschiedene Aspekte der möglichen Zukunft beleuchteten. Insgesamt muss man aber sagen, dass die wirklich neuen Impulse absolute Mangelware waren. Wer einigermaßen gut am Puls der Zeit lebt, wird nur vereinzelt für sich etwas mitgenommen haben. Umso erstaunlicher dabei war die Information, dass es derartige Veranstaltungen nur in zwei Bundesländern gibt. Die anderen sieben haben offenbar gar kein Event um sich der Zukunft zu widmen.

Highlight des Nachmittags war aus meiner Sicht das Intermezzo zwischen den Vorträgen. Ein DJ und das Bruckner Uni Orchester mischten verschieden Stile zu etwas, das gute Seiten beider Musikrichtungen zur Geltung brachte. Das war zwar keine Weltneuheit, aber es war zumindest die Verkörperung von etwas Neuem als Steigerung und im Gegensatz zum darüber Reden.

Den Abschluss bildeten nach - eigentlich zu langen - gut zwei Stunden zwei kurze Talkrunden, bei denen sich zu den Vortragenden junge Gesichter mischten. Das Generationenübergreifende ist wohl ein richtiger Ansatz, insgesamt blieb aber zu wenig Raum um auch etwas aus der mit Sicherheit im Publikum vorhandenen Kompetenz zu machen. Über das klassische vor und nach der Veranstaltung praktizierte Networking hinaus, bot der Rahmen leider nicht mehr Raum um Neues entstehen zu lassen. Innovative Zukunftsformate zum Austausch von Ideen und für neue Bekanntschaften wären beispielsweise ein durchaus spannender aufzugreifender Trend um den Schwung der Zusammenkunft zu nutzen.

Fazit: Moderne Symphonie übertrumpft nicht ganz modernes Symposium.