Corona: Jetzt ist alles anders! Wie kann ich nachhaltig bewusst leben?


Das Leben nach Corona wird nicht das gleiche sein wie zuvor

“Das Leben nach Corona wird nicht das gleiche sein wie zuvor.” Diesen Satz hörte man bereits früh und selbst aus einflussreichen Kreisen. Das ist nicht nur deshalb der Fall, weil wir alle, und nicht nur einzelne Personen, aus dem gewohnten Rhythmus geworfen wurden. Normalerweise läuft das Leben nach Programm. Alles ist geplant. Aber jetzt ist alles anders. So viel Veränderung auf einmal. Das ist neu für fast alle lebenden Generationen auf unseren Breitengraden. Gewohnte Strukturen brechen weg. Sei es an den Schulen, in den Universitäten, in der Arbeit, betreffend der Freizeit, oder zu Hause.


Der Mensch verändert sich immer nur in der Krise

Der Mensch verändert sich immer nur in der Krise. Wenn alles läuft oder einigermaßen in Ordnung ist, dann bleiben wir beim Gewohnten. Erst wenn etwas zusammenbricht, wegfällt, es den Boden unter Füßen wegreißt, oder Grundlegendes nicht mehr ist, wie zuvor, dann sind wir bereit für Veränderung. Das kann sich im Extremfall so lange in einem schleichenden Prozess hinziehen, bis es regelrecht ein Signal oder Zeichen von außen braucht, und dieses vielleicht sogar unvermeidbar wird.



Corona ist eine kollektive Krise

Es gibt individuelle Krisen und kollektive Krisen, aus denen heraus sich unser Leben verändert. Mit der Corona-Krise haben wir eine kollektive Krise. Kollektive Krisen bergen im Vergleich zu indivduellen Krisen, die jeder zu einem gewissen Grad kennt, die sehr große Chance in sich, dass wir Teil eines gemeinsamen Bewusstseinssprungs werden. Nicht nur das. Wir können diesen Sprung proaktiv als Teil eines Ganzen mitgestalten und hautnah erleben. Aus einer größeren Perspektive betrachtet, wissen wir tief in uns mittlerweile alle, wie viele Lebensbereiche derzeit nicht auf dem Level sind, wie das im 21. Jahrhundert eigentlich sein könnte. Sei es in der Politik, in der Gesellschaft, in der Wirtschaft, oder in der Natur und beim Klima. Kurz: In der Art und Weise, wie wir zusammenleben.



Wir waren bereits im kulturellen Verfall

Viele haben es bereits unbewusst oder bewusst wahrgenommen. Die Art und Weise, wie die sich unsere derzeitige Kultur und Lebensgestaltung bis vor Corona darstellte, war schon länger auf der abfallenden Kurve, in der Dekadenz. Das aktuell hauptsächlich vorherrschende und noch dominierende System ist im Abklingen. Neue kulturelle, politische, gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche, (...) Herangehensweise haben sich aber bereits gebildet.


Nährboden für evolutionären Bewusstseinssprung

Kulturelle Bewusstseinsentwicklung und Evolution trifft auf einen weiten Nährboden. Gerade in der westlichen Welt, und insbesondere im deutsprachigen Raum, in den Benelux-Ländern und den nordischen Ländern erleben wir sehr gute Voraussetzungen für mögliche bedeutende gesellschaftliche Weiterentwicklung. Es könnte ein regelrechter Bewusstseinsprung werden, auf den wir noch in Jahrzehnten mit positivem Staunen als eine Art Wendepunkt und besondere Zeitmarke zurückschauen werden.



Im wahrsten Sinne des Wortes zu Hause ankommen

Ich lade dazu ein, die jetzige Krise als sehr große Chance zu sehen. Als ersten Schritt geht es darum, die Zeit zu nutzen, um für sich zu reflektieren. Neben den großen Systemen, in die wir eingebettet sind, auch das eigene “System” herunterzufahren. Sich zu sammeln. Anzukommen. Im Wahrsten Sinne des Wortes zu Hause ankommen. In sich zu gehen. Zu reflektieren. Zu evaluieren. Dafür nehmen wir uns normalerweise selten Zeit. Und schon gar nicht, wenn alles wie gewohnt abläuft. Genau jetzt haben aber größere Teile der Gesellschaft dafür Zeit. Aus dem individuellen Prozess wird ein kollektiver.



Wie soll das Neue ausschauen?

Lasst uns neue Sichtweisen auf Dinge gewinnen. Eine Krise kommt nie ganz zufällig. Durchbrechen wir bisherige Muster. Insbesondere dann, wenn das Gewohnte mehr Gewohnheit als Freude ist oder war. Welche Werkzeuge wir für diesen Prozess verwenden, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir in uns gehen, und die Zeit für Reflexion und Bewusstseinsarbeit nutzen. Der Rest emergiert von alleine. Dazu braucht es auch Vertrauen. Aber warum nicht darauf einlassen? Was sind die Alternativen? Die Krise ist ja bereits da. Was ist der Weg zu mehr Zufriedenheit? Sei kreativ. Not macht bekanntlich erfinderisch und neue Potentiale kommen zum Vorschein.



Worauf wollen wir individuell und kollektiv unsere Aufmerksamkeit richten?

Als Bonus zur individuellen Arbeit entsteht in der gleichzeitigen und gemeinsamen
eine besondere Synergie. Wenn viele Einzelne die Energie in die gleiche oder eine ähnliche Richtung lenken, so wirkt es auf das kollektive Bewusstsein, und lässt nochmals ganz neue Dimensionen und Möglichkeitsräume des Zusammenlebens entstehen. Eine yogische Regel lautet: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Worauf wollen wir individuell und kollektiv unsere Aufmerksamkeit richten?




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Fünf Bewusstseinsebenen als Werkzeug für jedermann und jedefrau


Viele haben verständlicherweise im Moment für sich noch nicht die Klarheit, in Bezug darauf, was die Corona-Krise für einen selbst und das eigene Leben bedeutet. Wer möchte, den/die lade ich zur Reflexion über fünf gleichsam so einfache wie tiefgründige Ebenen ein. In Zeiten der Veränderung sind Klarheit und Bewusstseinsarbeit der beste Weg und das stärkste Fundament für spätere Zufriedenheit.



Reflexionsfragen zu den fünf Ebenen des Bewusstseins



  1. Bewusstsein für sich selbst

    Was ist mir wichtig? Was sind meine Werte? Was sind meine Bedürfnisse? Was tut mir gut? Welche Menschen sind mir wichtig? Mit wem möchte Zeit verbringen? (in der Familie, im Freundeskreis, bei der Arbeit,...) Passt meine Arbeit zu mir und meinem Leben? Gibt es Sachen, die ich (schon immer) machen möchte? Was sind meine Prioritäten?


  2. Bewusstsein für andere

    Wie geht es anderen? Wie stehen diese in Bezug zu mir? Was sind die Bedürfnisse anderer Menschen? Was steckt hinter den Bedürfnissen anderer? (Familienmitglieder, Freunde, Kollegen, Dritte) Was sind die Gründe hinter den Bedürfnissen anderer? Wie geht es mir beim Nachvollziehen von Beweggründen anderer? Welche Handlungen anderer Menschen lösen bei mir etwas aus? Was kann ich in Bezug auf mich davon ableiten oder lernen?


  3. Bewusstsein für Medien und Inhalte

    Woher beziehe ich Informationen die mir gut tun? Woher beziehe ich Informationen, die meiner Entwicklung gut tun? Was kann ich weglassen? Welche Medienkanäle sind für mein Leben passend? Was weiß ich schon? Wo bin ich Experte? Wo habe ich Wissenslücken? Woher bekomme ich gute Informationen für Themengebiete, die mich (noch mehr) interessieren, oder in denen ich mich weiterbilden möchte?


  4. Bewusstsein für Prozesse und Systeme

    Wie ist mein täglicher Ablauf? In welche Systeme bin ich eingebettet? Was möchte ich beibehalten und was möchte ich ändern? Welcher Rhythmus unterstützt mich dabei aus meinem vollen Potential zu schöpfen? Wie sieht das perfekte, mich umgebende, Ökosystem aus? Wo kann ich bereits jetzt etwas verändern? Welche mittel- oder langfristigen Herangehensweise oder Werkzeuge unterstützen mich auf meinem Weg?


  5. Bewusstsein für das große Ganze

    Wie hängen alle Ebenen miteinander zusammen? Wie ergänzen sie sich? Wo sind Synergieeffekte? Wo sind Blockaden, die ich auflösen kann? Wie kann ich die Ebenen noch besser miteinander verknüpfen, so dass noch mehr positives Zusammenspiel entsteht? Wie wirkt sich mein Gesamtwesen auf mein Umfeld, auf die Welt, und auf die Natur aus? Was leite ich davon ab? Was ist mein Beitrag in der Evolution und im Fluss der Zeit?



Zusammenfassend

Bin ich zufrieden, mit dem, wer ich bin, und wie ich in einem größeren Kontext in das große Ganze, als ein Teil dessen, verwoben bin? Wenn ja: Sehr gut! Wenn nein: Es ist ein ständiger Prozess. Auf welcher der fünf Ebenen kann ich - gerade jetzt in Zeiten von Corona - etwas verbessern, um zu mehr Zufriedenheit zu gelangen?



Uns allen alles Gute in diesen bewegenden und spannenden Zeiten, die vielleicht ganz neue Möglichkeitsräume eröffnen!




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Vertiefung

Jeden Sonntag von 20 Uhr bis 21 Uhr Salon auf https://zoom.us/j/6303032103

Kostenlose Reihe mit individuellem Fokus für Einsteiger - Einstieg jederzeit möglich

Anmeldung zu regelmäßigen Updates



Sonntagsreihe: Salon für ein bewusstes Leben in Zeiten von Corona - Die fünf Ebenen des Bewusstseins nach David Packer in Anwendung


Sonntag 22.3.2020 20-21 Uhr - Bewusstsein für sich selbst

Sonntag 29.3.2020 20-21 Uhr - Bewusstsein für andere

Sonntag 05.4.2020 20-21 Uhr - Bewusstsein für Medien und Inhalte

Sonntag 12.4.2020 20-21 Uhr - Bewusstsein für Prozesse und Systeme

Sonntag 19.4.2020 20-21 Uhr - Bewusstsein für das große Ganze